Neue Schwellenwerte für die Vergabe öffentlicher Aufträge

20. März 2018 | Vergaberecht

Seit 1.1.2018 gelten die neuen durch EU-Verordnung festgesetzten Schwellenwerte bei der Vergabe öffentlicher Aufträge im Oberschwellenbereich. Diese wurden im Bundesgesetzblatt II Nr. 411/2017 am 29.12.2017 kundgemacht und gelten für alle Vergabeverfahren, die nach dem 1.1.2018 neu eingeleitet wurden.

Überschreitet die Auftragssumme (geschätzter Auftragswert netto ohne Umsatzsteuer) den Schwellenwert, ist ein Vergabeverfahren im Oberschwellenbereich nach den Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes durchzuführen.

Folgende Schwellenwerte sind beachtlich:

• Bauaufträge öffentlicher oder Sektorenbereich € 5.548.000.- (bisher € 5.225.000.-)
• Liefer- und Dienstleistungsaufträge € 221.000.- (bisher € 209.000.-)
• Liefer- und Dienstleistungsaufträge von obersten Bundesbehörden € 144.000.- (bisher € 135.000.-).
Oberste Bundesbehörden sind in diesem Zusammenhang das Bundeskanzleramt, die Bundesministerien, Österreichisches Forschungs- und Prüfzentrum Arsenal Gesellschaft m. b. H., Bundesbeschaffung Ges. m. b. H., Bundesrechenzentrum Ges. m. b. H.
• Liefer- und Dienstleistungsaufträge im Sektorenbereich € 443.000.- (bisher € 418.000.-)
Der Sektorenbereich betrifft Tätigkeiten im Bereich Gas, Wärme, Wasser, Elektrizität, Verkehrsleistungen, Postdienste, Förderung von Erdöl, –gas und Kohle, Häfen und Flughäfen.